WEGGEFÄHRTEN


 

Mahi Klosterhalfen, seit  2008 Geschäftsführender Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, gründete bereits während seiner Studienzeit die Initiative „Käfigfreie Mensa“. Neben Albert Schweitzer haben den Diplom-Kaufmann vor allem Mahatma Gandhi und der späte Henry Spira inspiriert. Heute interessiert er sich besonders für die erfolgreichen Ansätze der internationalen Tierschutz- und Tierrechtsbewegungen. Zusätzlich engagiert er sich ehrenamtlich in den Vorständen von Compassion in World Farming sowie der Fincke-Stiftung »Auch Tiere haben Rechte!«. 

VEGANessen: Seit wann existiert die Albert-Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, und was sind ihre Ziele?

Mahi Klosterhalfen: Unsere Stiftung setzt sich seit dem Jahr 2000 für die Abschaffung der Massentierhaltung und die Verbreitung der veganen Lebensweise ein.

VEGANessen: Die Stiftung setzt auf ruhige Aufklärung, nicht auf schockierende Bilder – warum?

Mahi Klosterhalfen: Wir machen das, was wir für besonders effektiv halten und stützen uns dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Sowohl die Erfahrung als auch mehrere kleine Studien (insb. von Kolleginnen und Kollegen aus den USA) zeigen, dass sich Menschen bei vielen Schockbildern eher abwenden und sich wenig mit den Inhalten und Botschaften auseinandersetzen. Wenn man Privatpersonen erreichen und Verhaltensänderungen bewirken will, dann scheint es derzeit am effektivsten zu sein, viele positive Motive und wenige Schockbilder zu verwenden. 

VEGANessen: Herr Klosterhalfen, Sie sind der geschäftsführende Vorstand – worin bestehen Ihre Aufgaben – können Sie uns etwas über Ihren Alltag erzählen?

Mahi Klosterhalfen: Das Spannende und manchmal auch etwas Anstrengende an meinem Beruf ist, dass es so etwas wie Alltag bei mir kaum gibt. Ich habe einige grundlegende Aufgaben wie die, das Wachstum der Stiftung voranzutreiben und gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen die Strategie festzulegen sowie die Umsetzung zu koordinieren. Die Herausforderungen und Aufgaben, die daraus entstehen, sind sehr vielfältig und ändern sich auch ständig. 

MEHR IM HEFT